Best Practices auf der H2 Convention 2026

Die Auswahl wird laufend erweitert.

AGGM
Unsere Vision, wie der Hochlauf der Wasserstoffinfrastruktur funktionieren kann.

Die Vision der H₂-Roadmap geht über die Ziele der österreichischen Wasserstoffstrategie hinaus. Sie umfasst sowohl die Umgestaltung des bestehenden Gasnetzes als auch den Aufbau eines eigenen Wasserstoffnetzes. Dieses soll bis 2050 überwiegend durch die Umwidmung bestehender Gasleitungen entstehen und parallel zum Gasnetz betrieben werden. Das Netz wächst schrittweise mit dem steigenden Wasserstoffbedarf und gewährleistet so eine sichere Versorgung. Die 2026 aktualisierte Fassung berücksichtigt deutlich mehr Projekte als zuvor und deckt alle neun Bundesländer ab.

BIOSHIFT Energy – Biobasierter Wasserstoff
BIOSHIFT Energy: Aus Biomasse entsteht erneuerbarer Wasserstoff

Aus Biomasse kann man Wasserstoff herstellen? Ja – mit der Technologie von BIOSHIFT Energy. In einem Festbettvergaser wird Biomasse unter Luftabschluss in ein stickstofffreies, hochwertiges Synthesegas umgewandelt. Dieses lässt sich mit bewährten Verfahren zu hochreinem Wasserstoff für Industrie und Mobilität aufbereiten. So werden kostengünstige Reststoffe zu einem wertvollen Energieträger – regional, erneuerbar und mit dem Potenzial für wettbewerbsfähige Produktionskosten, da Biomasse als Energiequelle deutlich günstiger verfügbar ist als Strom.

Bosch AG
Accerlerating Hydrogen Production

Bosch liefert Technologien entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. In Linz entwickelt Bosch den Hybrion-PEM-Elektrolyse-Stack und liefert damit das Herzstück der Wasserstofferzeugung. Er lässt sich modular skalieren und eignet sich für den Einsatz in kleineren, dezentralen Containeranlagen ab 1,25 Megawatt bis hin zu industriellen Großanlagen im mehrfachen Hundert-Megawatt-Bereich.

Drees und Sommer
Integrierte Projektsteuerung bei der Realisierung einer großtechnischen H2-Anlage

Integrierte Projektsteuerung bei der Realisierung einer großtechnischen Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Das Beispiel zeigt, wie Projekt-, Engineering- und Baumanagement mit technischer Qualitätssicherung, Expediting und Inbetriebnahmekoordination verzahnt werden. Im Fokus stehen die Steuerung zahlreicher Vergabe- und Lieferpakete, ein belastbares Schnittstellen-, Termin-, Risiko- und Claim Management sowie die frühzeitige Vorbereitung von Abnahmen, CE-Konformität und Anlagenübergabe – für mehr Qualität, Transparenz und Umsetzungssicherheit.

Endress+Hauser
Der erste MID-zugelassene H2-Ultraschall-Gaszähler inkl. Qualitätsüberwachung

Mit dem FLOWSIC610 steht erstmals ein MID-zugelassener Ultraschall-Gaszähler für reinen Wasserstoff mit integrierter Qualitätsüberwachung zur Verfügung. Die Kombination aus hochpräziser Durchflussmessung und kontinuierlicher Bewertung der Gasbeschaffenheit eröffnet neue Möglichkeiten für den sicheren und transparenten Betrieb künftiger Wasserstoffnetze. Der Vortrag beleuchtet die technologischen Herausforderungen der Wasserstoffmesstechnik, die Nutzung der Schallgeschwindigkeit zur Qualitätsüberwachung sowie den Weg von der Entwicklung bis zur MID-Zulassung.

Energie AG
Die Standortwahl als Schlüssel zur erfolgreichen Projektentwicklung

Der Standort ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Betrieb dezentraler H2-Erzeugungsanlagen. Herausforderungen liegen im Zusammenspiel von Netzkapazitäten, regionalen H2-Abnehmern, Grundstückswidmungen und geplanten H2-Gasnetzen. Die technischen Synergiepotenzialen, wie Abwärmenutzung und Verwendung bestehender Energieinfrastrukturen, fließt in den Sondierungsprozess ebenso mit ein wie deren wirtschaftliche Bewertung. Diese Best Practice zeigt anhand einer Projektentwicklung, wie sich die Standortwahl verändert hat und letztlich zum ursprünglich diskutierten Standort zurückführt wurde.

Energie AG & Netz OÖ
Umwidmung der Erdgasleitung Sattledt – Ebelsberg für Wasserstofftransport

Wie kann bestehende Gasinfrastruktur für die Wasserstoffzukunft genutzt werden? Im Rahmen des Projektes wurde untersucht, wie die bestehende Erdgasleitung zwischen Sattledt und Ebelsberg auf den Transport von Wasserstoff umgewidmet werden kann. Im Fokus stand dabei neben der technischen Tauglichkeit und notwendigen Anpassungen auch regulatorische Themenbereiche. Das Projekt zeigt, wie bestehende Infrastruktur effizient weitergenutzt und für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft transformiert werden kann.

Energie Steiermark
H2-Hub Bergla

Der H2-Hub Bergla ist der nächste Schritt der strategischen Partnerschaft zwischen der Energie Steiermark und der Wolfram Bergbau und Hütten AG. Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Hebel zur Reduktion von Emissionen in den Wolfram Kernprozessen. Die zu errichtende Elektrolyse der Energie Steiermark Wasserstoff GmbH hat eine Leistung von 5 MW und produziert jährlich bis zu 750 Tonnen grünen Wasserstoff. Eine rund ein Kilometer lange Leitung verbindet den H2-Hub Bergla mit Wolfram. Die perspektivische Einbindung in das europäische Wasserstoffnetze ist möglich.

H2i GreenHydrogen GmbH
H2i industrialisiert eigene lastflexible, iridiumfreie AEM-Stacks & SKIDs

Seit 2020 betreibt H2i eigene AEM-Elektrolysesysteme – vom Labormaßstab bis in industrienahe Umgebungen. Über 120.000 Teststunden haben das Know-how geschaffen, um AEM-Stacks frei von kritischen Rohstoffen wie Iridium und frei von PFAS zu fertigen. Das skalierbare H2iVE-SKID-System lässt sich effizient in Anlagen integrieren und eröffnet neue Wege für grünen Wasserstoff. Gemeinsam mit starken Partnern liefert H2i ab 2027 Produkte, die für Qualität, Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit stehen – Made in Austria.

Hainzl Industriesysteme GmbH
Titel

Beschreibung

Hy2Market, Biz Up & FH Wels
Von der Idee zur Umsetzung: Planungstools für Grüne Gase

Die Transformation unserer Energiesysteme gelingt nur gemeinsam. Deshalb unterstützen wir KMUs und Energiegemeinschaften dabei, die Potenziale Grüner Gase besser zu verstehen und in ihre Planungen einzubeziehen. An unserem Tisch zeigen wir innovative Tools aus aktuellen Forschungsprojekten. Sie simulieren die Umstellung auf Wasserstoff, dimensionieren Technologien wie Elektrolyseure und PV-Anlagen und visualisieren Energieverläufe. Zudem präsentieren wir ein Tool für Energiegemeinschaften, das Grüne Gase, Speicher und weitere Technologien nach Kosten und CO₂-Emissionen optimiert.

HydroSolid GmbH
Energiesystem mit grünem Wasserstoff für die kritische Infrastruktur

Im Rahmen des Projektes „Wasserstoff autark“ wurde ein CO₂-freies, autarkes Notstromsystem auf Basis von Niedrigdruck-Wasserstofftechnologie für die Versorgung kritischer Infrastruktur entwickelt und ein Prototyp in Betrieb genommen. Ziel war die Kombination von Klimaschutz, Energiesicherheit und nachhaltiger Versorgung, insbesondere in der kritischen Infrastruktur und an abgelegenen Standorten wie alpinen Schutzhütten, welche nicht durch das öffentliche Stromnetz versorgt werden. Bisher erfolgt die Notstromversorgung meist durch fossile Energieträger – ineffizient und klimaschädlich.

ILF Consulting Engineers Austria GmbH
Bankability Wasserstoff: Zwischen Marktrealität, Offtake und Finanzierung

Warum schaffen es trotz Milliardeninvestitionen und politischer Unterstützung nur wenige Wasserstoffprojekte bis zur Finanzierung und Umsetzung?
Die Session beleuchtet die Perspektive von Projektentwicklern, Offtakern, Investoren und Kreditgebern und diskutiert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Wasserstoffprojekte von der Projektidee zur tatsächlich finanzierbaren Investition werden.
Anhand konkreter Erfahrungen aus internationalen H2-Mandaten werden Erfolgsfaktoren und typische Stolpersteine entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgezeigt.

KS Engineers
KS-H2GEN: modulare skalierbare Elektrolyseanlagen aus europäischer Lieferkette

KS Engineers zeigt, wie sich Know-how aus der Prüftechnik für Brennstoffzellen, Elektrolyse-Stacks sowie Medienversorgung und -konditionierung erfolgreich auf die Wasserstoffproduktion übertragen lässt. Auf Basis langjähriger Erfahrung im Bereich Testing Solutions und patentierter Regelungsverfahren liefert das Unternehmen effiziente, robuste und skalierbare Elektrolyseanlagen mit modularen Leistungseinheiten von 2,5 und 5 MW. Zentrale Komponenten stammen aus europäischen Lieferketten. Ergänzt durch die Bereiche Gebäudetechnik und Infrastruktur entstehen Turn-Key-Lösungen aus einer Hand.

LAT Nitrogen Austria GmbH
CarbonCare: Low-Carbon H2 ermöglicht die Transformation von Wertschöpfungsketten

Low-Carbon Wasserstoff entfaltet seinen Klimanutzen erst dann, wenn er über industrielle Wertschöpfungsketten in nachhaltige Produkte bis zum Konsumenten gelangt. Am Beispiel der CarbonCare-Produkte von LAT Nitrogen zeigt Markus Aichinger, wie Ammoniak als zentraler Wasserstoffträger zur Defossilisierung von Landwirtschaft, Industrie und Konsumgütern beitragen kann. Im Fokus stehen Product Carbon Footprints, Marktanforderungen und die Herausforderungen bei der Skalierung klimafreundlicher Produkte.

LAT Nitrogen Austria GmbH & RAG Austria AG
ELSA – erneuerbarer H2 für die Industrie

Kern des Projekts ist die Errichtung und der Betrieb einer rund 20 MW Elektrolyseanlage in Sattledt zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff. Der Wasserstoff wird über eine Anschlussleitung in das OÖ-H₂-Startnetz eingespeist und zum Chemiepark Linz transportiert, wo er in der Ammoniakproduktion fossilen Wasserstoff teilweise ersetzt. Das Projekt verbindet die Dekarbonisierung eines energieintensiven Industrieprozesses mit dem Aufbau einer regionalen Wasserstoffinfrastruktur und demonstriert einen dezentralen Ansatz zur Versorgung industrieller Wasserstoffabnehmer.

Linde Gas
Wasserstoffwertschöpfungskette

Als einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Industriegase und Wasserstoff verfügt Linde über eine umfassende Wasserstoff-Wertschöpfungskette, die von der Erzeugung über die Speicherung und Distribution bis hin zur Anwendung reicht. Damit ist Linde nicht nur Lieferant, sondern vor allem Wegbereiter und Möglichmacher für seine Kunden. Durch die Bereitstellung von Know-how unterstützten wir Unternehmen dabei, Wasserstofflösungen wirtschaftlich und nachhaltig umzusetzen und den Übergang zu einer klimafreundlichen Energie- und Industrieversorgung erfolgreich zu gestalten.

RAG Austria AG
EUH2STARS – Europ. Referenzprojekt zur großvolumigen Wasserstoffspeicherung

Im Referenzprojekt EUH2STARS bildet RAG Austria gemeinsam mit internationalen Projektpartner die gesamte Wertschöpfungskette der Wasserstoffspeicherung in porösen Erdgaslagerstätten ab.
Die Ziele sind die Entwicklung einer fortschrittlichen Wasserstoffaufbereitung, die Erlangung einer relevanten grünen Wasserstoffzertifizierung und die Bereitstellung von Leitlinien für ein erfolgreiches Management aller umwelt-, sicherheits-, rechtsrelevanten und (künftigen) regulatorischen, gesellschaftlichen und marktbezogenen Aspekte, um eine erfolgreiche und skalierbare Umsetzung zu gewährleisten.

RAG Austria AG
RAG Valley Gampern – Sommersonne für Winterenergie

Im RAG Valley Gampern wird mit der Demonstration der Wandlung von Sommerstrom zu Winterenergie der gesamte Kreislauf eines erneuerbaren und versorgungssicheren Energiesystems abgebildet. Von der Erzeugung von Solarsommerstrom über die Umwandlung und Speicherung als Wasserstoff bis hin zur flexiblen Rückumwandlung in einem regelbaren Blockheizkraftwerk und der Einspeisung in das bestehende Erdgasnetz wird das Zusammenspiel entlang der gesamten Wertschöpfungskette für reale Lösungen und Skalierungsmaßnahmen demonstriert. Des Weiteren wird derzeit die Wasserelektrolyse auf 15 MW ausgebaut.

RECENDT – Research Center for Non-Destructive Testing
H2lytics: Optische Gasanalyse für die lastflexible Erzeugung von Wasserstoff

H2lytics entwickelt innovative Sensorik für die flexible Produktion von grünem Wasserstoff. Mithilfe optischer Spektroskopie (Raman-Spektroskopie) wird die vollständige Gaszusammensetzung in einer Wasserstoffanlage kontinuierlich und hochgenau im ppm-Bereich überwacht. Die gewonnenen Echtzeitdaten ermöglichen eine sichere, effiziente und lastflexible Steuerung der Wasserstoffproduktion und -nutzung.

Stadt Linz
Klimaneutrale Industrietransformation

Als einer der wichtigsten Industriestandorte Europas spielt Linz eine besondere Rolle beim Klimaschutz. Ein großer Teil der österreichischen Treibhausgasemissionen entsteht durch die lokale Industrie. Gleichzeitig ist genau diese Industrie das Fundament für den Wohlstand unserer Stadt und ein zentraler Standortvorteil für Linz. Neben gesamtstädtischen Klimaschutzmaßnahmen, ist auch die Industrietransformation ein Schlüsselelement, um ein innovativer und wettbewerbsfähiger Standort zu bleiben.

Zaunergroup
International Collaboration. Local Expertise. Global Impact.

Projekte erfolgreich zu entwickeln und umzusetzen, erfordert partnerschaftliche Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und die Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen. Die Zaunergroup zeigt anhand internationaler Datacenterprojekten sowie einem Direct-Air-Capture-Projekt, wie Partner bereits in der frühen Projektphase gemeinsam Lösungen entwickeln und Verantwortung über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg übernehmen. Im Fokus stehen effiziente Projektstrukturen, offene Kommunikation und eine partnerschaftliche Abwicklung – von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung.

H2Convention